Liebe Freundinnen und Freunde des Pygmalion Theaters!
Das Pygmalion Theater ist stolz auf seine jüngste Rezension des Weltkulturjournalisten Iftach Starik
Auszüge wiefolgt:"Diese Produktion steht in der Nähe der Tradition des dokumentarischen Theaters, das sich nach dem Krieg in Europa entwickelte, beispielsweise in Peter Weiss' Stück "Die Untersuchung", das auf den Auschwitz-Prozessen basiert. Häufige Bühnenmerkmale in Inszenierungen, die auf dem Buch beruhen, sind minimalistische Bühnenbilder, wie etwa in der Produktion des Pygmalion Theaters. Die Handlung verläuft nicht linear, sondern ist als Abfolge von Erinnerungen strukturiert: Ankunft im Lager, Zwangsarbeit, Gewalt und Terror, Momente des Überlebens, Befreiung des Lagers. Theaterkritiker bezeichnen solche Adaptionen als Erinnerungstheater. Einige Kernpunkte: Stärken: Hohe emotionale Intensität – der Text basiert auf direkten Zeugenaussagen. Historische Authentizität – das Buch gilt als verlässliche Quelle zum Lagerleben.
Die dramatischen Schwierigkeiten bergen die Gefahr, den Schrecken zu ästhetisieren, so wie Theodor W. Adorno das Schreiben von Gedichten nach Auschwitz als barbarischen Akt bezeichnete, und erst das erschütternde Gedicht "Todesfuge" von Paul Celan den großen Philosophen, der seine Worte übrigens nicht oft zurücknahm, schließlich dazu brachte, zuzugeben, dass er sich geirrt hatte.
Jede Theateradaption des Holocaust birgt die Gefahr, den Schrecken zu ästhetisieren. Die vorliegende Inszenierung versucht dies durch äußerste Zurückhaltung zu vermeiden, doch die Gefahr bleibt bestehen: Wenn Leid zu einer künstlerischen Erfahrung wird, stellt sich die Frage, ob das Theater es überhaupt angemessen darstellen kann. Und doch unterstreichen gerade diese Einschränkungen die Bedeutung des Stücks. Es strebt weder nach Katharsis noch nach emotionaler Auflösung. Im Gegenteil, es hinterlässt beim Zuschauer ein Gefühl moralischen Unbehagens. Die Erinnerung verblasst nicht, sondern hallt auch nach dem Ende der Vorstellung nach.
Letztlich ist "Fünf Jahre Auschwitz" im Theater weniger ein Theaterstück im herkömmlichen Sinne als vielmehr ein Akt des öffentlichen Gedenkens. Die Bühne dient hier als Ort, an dem Kilars Zeugnis eine neue Stimme erhält – eine Stimme, die uns daran erinnert, dass hinter den Zahlen und Statistiken des Holocaust einzelne Menschen standen, die ums Überleben kämpften. Das Ergebnis ist ein schwieriger, aber notwendiger Theaterabend. Keine Aufführung, die man "genießen" möchte – sondern eine, die zum Zuhören auffordert. Und wenn das Theater im 21. Jahrhundert eine Rolle hat, dann vielleicht genau diese: die historische Erinnerung in eine lebendige Präsenz zu verwandeln, selbst wenn sie schwer zu ertragen ist."
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Das Pygmalion Theater - Profi-Ensemble trifft auf "Newcomer"
Das Pygmalion Theater Wien ist ein Laboratorium moderner Theaterideen, in welchem auf der Grundlage fundierter Kenntnisse des tradierten Theaters des Abendlandes neue Wege gesucht werden.
Programmatisch umfasst das Repertoire "Meilenstein-Werke" der Literatur und Dramaturgie, mit der Absicht,
das Können erfahrener Profis unseres Ensembles aus Theaterregie und -schauspiel mit jenem junger SchauspielerInnen,
sowie
moderne persönliche Weltanschauungen mit den ewigen menschlichen Problemen
in Dialog zu bringen.
Als Resultat entsteht eine neue Landkarte der Ideen, Einstellungen und Gefühle für die Zukunft.
Die Bühne ist eine Black Box, wodurch scharf konturierte Darstellungen ermöglicht werden. Das Bühnenbild ist stets minimalistisch, reduktionalistisch gehalten. Die Beschränkung auf die Essenz - den Schauspieler/die Schauspielerin - ist der Grundgedanke.
Erreichbarkeit
U6 Station "Alser Straße" - stadteinwärts der Straßenbahnlinie 43 folgen
Straßenbahnlinien 43&44 - zwischen Stationen "Brünndlbadgasse" und "Skodagasse"
Buslinie 13A - Station "Skodagasse"
U6 subway station "Alser Straße" - follow tramway line 43 towards city center
tramway lines 43&44 - between the stations "Brünndlbadgasse" and "Skodagasse"
bus line 13A - station "Skodagasse"